Die menschliche Arbeitskraft genießt den Schutz des Staates. Jeder hat nach seinen Fähigkeiten ein Recht auf Arbeit und unbeschadet seiner persönlichen Freiheit die Pflicht zur Arbeit.
Artikel 45 der Saarländischen Landesverfassung.
Die menschliche Arbeitskraft genießt den Schutz des Staates. Jeder hat nach seinen Fähigkeiten ein Recht auf Arbeit und unbeschadet seiner persönlichen Freiheit die Pflicht zur Arbeit.
Artikel 45 der Saarländischen Landesverfassung.
Und da sag noch einer, die Komissionen in Brüssel täten nichts für den kleinen Mann von der Straße…
Wie der Spiegel in seiner heutigen Ausgabe berichtet, plant die Bremer Bürgerschaft, die Wahlbeteiligung bei den kommenden Landtagswahlen mit einer bislang beispiellosen Aktion zu erhöhen: Statt wie üblich in muffigen Grundschulen soll der Wähler direkt auf dem Straßenfest, in der Kneipe oder beim Tanken abgeholt werden. Ebendiese Standorte sollen am Wahltag als Wahllokale fungieren.
Ich finde die Idee gut. Sicherlich nicht das Allheilmittel gegen sinkende Wahlbeteiligungen, aber die wohl einfachste Methode, mehr Wähler zu mobilisieren. Da lässt es sich auch verschmerzen, dass der Bürgerschaftspräsident das böse Wort vom Event-Charakter in Zusammenhang mit der Demokratieausübung bringt.
Für die Grünen in Bremen wohl der interessanteste Aspekt:
Sogar eine Stimmabgabe im Bremer Weserstadion im Rahmen eines Bundesligaspiels wird erwogen. Gut möglich, dass so mancher Fan im Werder-Farbenrausch unverhofft Grün wählt…
Alle jahre wieder erscheinen in Käseblättchen zum Thema Studienanfang Sonderheften angesehener Nachrichtenmagazine wahnsinnig aussagekräftige Rankings und Ranglisten, die es den Studienanfängern auf dem oft verwirrenden Weg zur richtigen Uni einfacher machen wollen. Munter aneinandergereit finden sich da oftmals bunte Kästchen, die jeweils Lernbedingungen, Reputation der Uni bei Unternehmen, Professorentipps und die Bewertung der Studierenden symbolisieren. Gerade Letzteres mutet etwas seltsam an:
Regelmäßig erhält beispielsweise die kölner Uni im Bereich Rechtswissenschaften mieseste Noten von ihren Studenten, was die Lernbedingungen angeht. Schön und gut, es mag gute Gründe geben, mit seiner Fakultät nicht zufrieden zu sein. Fraglich ist jedoch, warum Jahr für Jahr Studenten den für die Rankings zuständigen Marktforschern genau das in die Notizblöcke diktieren. Warum? Um seine eigene Fakultät schlechtzumachen und damit seine Bewerbungschancen zu verringern? Um dem Dekan richtig eins auszuwischen? Gar aus Selbstlosigkeit, um potentielle Bewerber zu warnen? Oder ist es doch nur pure Gedankenlosigkeit? Dabei gibt es genau dazu die fakultätseigene Evaluation. Gibt es Organe der Studentenschaft, um Mißstände aufzuzeigen und den Zuständigen Druck zu machen. Und letztlich steht es jedem frei, die Uni zu wechseln.
Ein ganz ähnlicher Gedankengang ist erst im letzten Semester vom wohl besten Professor in Köln unter dem tosenden Applaus eines ganzen Hörsaals erläutert worden. Und doch wird es wohl auch im neuen Jahr wieder rote Kästchen hageln…
Zwar erst am 4. Oktober wieder auf Sendung, aber jetzt schonmal empfehlenswert:
Jochen Bittners Weblog auf Zeit.de
A, B, C und D trainieren im Fitnessstudio. A versucht sich gerade am Bankdrücken mit Kurzhanteln, als sich die äußeren Gewichte der einen Hantel lösen und mit lautem „Klonk“ auf den Boden fallen.
A: Scheiße!
B: Ey, Alter, weißt Du wie gefährlich das ist?
C: Ich sag mal an der Rezeption bescheid. (ab)
D: Ey, isch schwöre, isch mach Krankenversischerung!
(leicht verwirrtes Schweigen)
Auftritt Rezeptionistin E, schraubt mit C an der Hantel herum, A, B und D fachsimpeln über die Gefahren von kaputten Kurzhanteln. Im Laufe des Gespräches hat D die entscheidende Idee:
D: Ey, isch schwöre, isch mach Versischerungsbetrug!
Frage: Was hat eine kaputte Kurzhantel mit §§ 263, 265 StGB zu tun? Ich komm nicht drauf.
Was es nicht alles gibt:
Jura und Kunst – was üblicherweise als zwei getrennte Welten gilt, hat Oskar Mahler nun in einem Verein zusammengebracht. Unter dem unhandlichen Namen „Verein zur Förderung von Doppelbegabten in Kamerun“ hat der umtriebige Künstler, der das Hammermuseum in der Moselstraße leitet und in der Initiative zur Belebung des Bahnhofsviertels mitarbeitet, einen ungewöhnlichen Verein auf den Weg gebracht. Ziel des Vereins ist es, mittellose Jurastudenten in Kamerun zu fördern, die gleichzeitig künstlerisch begabt sind.
In seiner Printausgabe berichtet der Kölner Stadt Anzeiger heute unter der Überschrift „Der Streit um das bunte Ding aus Aachen“ über den zweifellos unterhaltsamen Prozess der Alemannia aus Aachen gegen den Aachener Künstler Bernhard Lepouse vor dem OLG Köln. Die Alemannia wollte eine einstweilige Verfügung gegen den Künstler erwirken, weil dieser auf einem Gemälde der Aachener Aufstiegsfeier anlässlich des Aufstiegs in die erste Bundesliga den Verteidiger Emil Noll mit Zigarette und, man halte sich fest, Präsident Horst Heinrichs mit einem Bierglas (!!) abbildete. Letzterer hielt dies für eine „Rufschädigung“ (auch wenn das in so manchem Fußballverein wohl eher der Fall wäre, würde der Präsident ohne Bierglas abgebildet). (mehr…)