Laut Koelncampus soll die ZVS nun zur Servicestelle umgerüstet werden. Ohne mich jetzt damit näher befasst zu haben: Mir fällt da die Geschichte von nem Freund ein, der aus lauter Frust über das Vergabesystem irgendwann den nächsten Zug nach Dortmund genommen hatte. In Dortmund angekommen, traf er jedoch im ZVS-Gebäude niemanden an. Außer einer Pförtnerin, die ihn, irgendwann unter Drohungen, wieder herausschickte. Dumm gelaufen. Ziemlich dumm gelaufen.
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ZVS wird Servicestelle
März 4, 2007Kölner Studenten ab sofort ohne Juris-Zugang
Februar 9, 2007Kaum erwähne ich in diesem Blog die Datenbank Juris, ist sie auch schon wieder zu einem guten Teil unbenutzbar, zumindest für kölner Studenten.
Ab sofort, so meldet die Universitätsbibliotheksleitung auf ihrer Homepage, ist ein Zugang von zu Hause aus nur noch für Professoren und wissenschaftliches Personal möglich.
Mehr als ärgerlich, war doch Juris, für den, der denn davon wusste, an Nutzen kaum zu überschätzen. Jedes irgendwo zitierte Urteil per Mausklick sofort erreichbar, wer nicht ausschließlich im Seminar oder in einem Institut mit umfangreicher Rechtsprechungssammlung lernte, wusste das zu schätzen.
Also eine weitere Ungeheuerlichkeit unserer Bildungspolitik? Wieder mal am falschen Ende gespart, trotz Studiengebühren? Nicht ganz. Laut Dekanat sind die Zugänge derartig teuer geworden, dass es sich schlicht nicht mehr gerechnet hätte. Grund: Die findigen Studenten, die nach der Uni den Juris-Zugang für lau in der eigenen Kanzlei genutzt haben. Juris hätte daraufhin die Preise so erhöht, dass ein Zugang für jeden Studenten für Hochschulen zu teuer ist.
Schade. Sehr schade.
Uni zu klein? Studenten raus!
Januar 12, 2007Wieder mal ein grundsympathischer Auftritt des kölner Rektors bei der Lokalzeit des WDR gestern Abend. Axel Freimuth erzählte gutgelaunt, dass mit Gabeln bewaffnete Studenten ihm in der Mensa den Salat weggegessen hätten, mit der Begründung, nach der Einführung der Studiengebühren hätten sie kein Geld mehr, selber etwas zu Essen zu kaufen.
Weniger lustig: Die Strategie, wie die Kapazitätsprobleme der kölner Universität gelöst werden sollten. Unverblümt erzählte Herr Freimuth, dass dies vor allem durch Studiengebühren und Bachelor-Studiengänge gelöst werden sollte. Bravo, Axel:
Ehe zu viele Studenten die Hörsäle sprengen, verlangt man einfach mal Studiengebühren, die einen guten Teil schon mal abschrecken. Der Rest wird dann durch Bachelor-Studiengänge in zwei, drei Jahren durchgepeitscht und schon haben wir das Problem gelöst.
So sieht also die Bildungspolitik der Zukunft aus.
Meinungsstand
November 27, 2006Aufschlußreicher Meinungsstand in Sachen Hausarbeiten beim Elbeblawg.
Nette Professoren haben auch einen Bearbeiterhinweis.
Jura-Einführungswoche an der Uni Köln
Oktober 11, 2006Am Montag beginnt nicht nur die Vorlesungszeit im neuen Semester, sondern auch die sogenannte „Einführungswoche“ der juristischen Fakultät.
Die stellt regelmäßig die erste Berührung mit dem Studium von offizieller Seite her dar (Wenn man die Fachschaft, die meist schon etwas vorher Veranstaltungen anbietet, davon mal ausklammert) und wird vom Dekanat vollmundig als „Vermittlung von Grundlagenkenntnissen und Methoden“ für das Jurastudium angekündigt, zweideutige Formulierungen im kommentierten Vorlesungsverzeichnis erwecken gar den Eindruck, ohne hellwaches mitschreiben wird man direkt wieder rausgeschmissen.
Vorweg: Grundsätzlich ist jeder einzelne Vortrag sinnvoll und interessant, bei der Flut an neuen Informationen schadet es nicht, manches zwei- oder dreimal zu hören. Und letztlich will man ja auch wissen, wer außer einem selbst denn noch alles Jura studiert. Allerdings soll es dem einen oder anderen auch gelungen sein, ohne den Besuch der Einführungswoche ins Studium zu finden. Also, alles halb so wild…
Los geht es mit der Begrüßung durch den Rektor zu nachtschlafener Zeit (9 Uhr), zum einen empfehlenswert um die Aula mal in ihrer ganzen ungeteilten Pracht zu sehen, zum anderen um die Freikarten abzugreifen, die regelmäßig für Haie und FC verteilt werden. (mehr…)
Self-fullfilling prophecy
September 24, 2006Alle jahre wieder erscheinen in Käseblättchen zum Thema Studienanfang Sonderheften angesehener Nachrichtenmagazine wahnsinnig aussagekräftige Rankings und Ranglisten, die es den Studienanfängern auf dem oft verwirrenden Weg zur richtigen Uni einfacher machen wollen. Munter aneinandergereit finden sich da oftmals bunte Kästchen, die jeweils Lernbedingungen, Reputation der Uni bei Unternehmen, Professorentipps und die Bewertung der Studierenden symbolisieren. Gerade Letzteres mutet etwas seltsam an:
Regelmäßig erhält beispielsweise die kölner Uni im Bereich Rechtswissenschaften mieseste Noten von ihren Studenten, was die Lernbedingungen angeht. Schön und gut, es mag gute Gründe geben, mit seiner Fakultät nicht zufrieden zu sein. Fraglich ist jedoch, warum Jahr für Jahr Studenten den für die Rankings zuständigen Marktforschern genau das in die Notizblöcke diktieren. Warum? Um seine eigene Fakultät schlechtzumachen und damit seine Bewerbungschancen zu verringern? Um dem Dekan richtig eins auszuwischen? Gar aus Selbstlosigkeit, um potentielle Bewerber zu warnen? Oder ist es doch nur pure Gedankenlosigkeit? Dabei gibt es genau dazu die fakultätseigene Evaluation. Gibt es Organe der Studentenschaft, um Mißstände aufzuzeigen und den Zuständigen Druck zu machen. Und letztlich steht es jedem frei, die Uni zu wechseln.
Ein ganz ähnlicher Gedankengang ist erst im letzten Semester vom wohl besten Professor in Köln unter dem tosenden Applaus eines ganzen Hörsaals erläutert worden. Und doch wird es wohl auch im neuen Jahr wieder rote Kästchen hageln…