Februar 20, 2007 von alleswasrechtist
Es gibt Tage der offenen Tür an öffentlichen Hochschulen. Und es gibt den Schülercampus Jura.
Ist Jura das richtige Studium für mich? Der Schülercampus Jura, erstmals 2005 angeboten, bringt Klarheit: Dieser einwöchige Kompaktkurs an der Bucerius Law School in Hamburg richtet sich an Oberstufenschüler, die wissen wollen, was sie im Jurastudium erwartet.
Kompetente Fachleute bieten eine Einführung in die fachlichen Grundlagen der Rechtswissenschaft und die Methodik eines Hochschulstudiums. Juristen gewähren Einblick in ihre vielfältige berufliche Praxis und erklären, worauf es ankommt. Studierende und Professoren vermitteln ihren Hochschulalltag und stehen Rede und Antwort zu allen Fragen des Jurastudiums, seinen Inhalten und Anforderungen.
Der dritte Schülercampus Jura findet vom 29. Juli bis 4. August 2007 an der Bucerius Law School statt.
Schlappe 350 Euro. Infos: www.schuelercampus.de.
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Februar 13, 2007 von alleswasrechtist
Derzeit erregt ein Fall die Gemüter in der deutschen Fußballszene, wie ihn wohl nur der Profifußball schreiben kann:
Patrick Helmes, zweifellos talentierter Stürmer des (Noch-?)Zweitligisten 1. FC Köln und gerade frisch aus der Reha zurück, sorgte mit zwei Verträgen für Schlagzeilen, die er beim Lokalrivalen, um nicht zu sagen Lokalfeind Bayer 04 Leverkusen unterschrieben hatte. Demnach verpflichtete er sich, im ersten Vertrag von 2007 bis 2010 die Schuhe für den Werksverein zu schnüren, im zweiten von 2008 bis 2011. Resultat war ein Aufruhr im Fan-Lager und eine öffentlich ausgetragene verbale Schlacht zwischen den Verantwortlichen. Die weiteren Hintergründe, insbesondere die Rolle der kölner Medien und der Hauptbeteiligten sowie des Publikums lasse ich hier mal außer Acht, da ich fantechnisch selbst alles andere als Unbefangen bin, wir wollen ja sachlich bleiben. Also das Juristische: Den Rest des Beitrags lesen »
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Februar 10, 2007 von alleswasrechtist
Studentenwerke müssen Jurastudenten nach dem Bachelor weiter bis zum Examen unterstützen, berichtet Kölncampus.
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Februar 9, 2007 von alleswasrechtist
Ab und zu trifft man auch im von der modernen hingeschluderten Gesetzgebung (siehe AGG) verpesteten BGB noch auf Normen, die den Mief Geist der guten, alten Zeit atmen. Wer denkt etwa beim § 617 I BGB nicht an alte Gutshöfe, auf denen fahrende Handwerker schufteten die Abends dann mit den übrigen Bediensteten unter einem Bild des Kaisers den Schlaf der Gerechten schliefen…
§ 617 Pflicht zur Krankenfürsorge
Ist bei einem dauernden Dienstverhältnis, welches die Erwerbstätigkeit des Verpflichteten vollständig oder hauptsächlich in Anspruch nimmt, der Verpflichtete in die häusliche Gemeinschaft aufgenommen, so hat der Dienstberechtigte ihm im Falle der Erkrankung die erforderliche Verpflegung und ärztliche Behandlung bis zur Dauer von sechs Wochen, jedoch nicht über die Beendigung des Dienstverhältnisses hinaus, zu gewähren, sofern nicht die Erkrankung von dem Verpflichteten vorsätzlich oder durch grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt worden ist. Die Verpflegung und ärztliche Behandlung kann durch Aufnahme des Verpflichteten in eine Krankenanstalt gewährt werden.
Heute übrigens durch das gewohnt technokratische Entgeltfortzahlungsgesetz nahezu gegenstandslos gemacht.
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Februar 9, 2007 von alleswasrechtist
Kaum erwähne ich in diesem Blog die Datenbank Juris, ist sie auch schon wieder zu einem guten Teil unbenutzbar, zumindest für kölner Studenten.
Ab sofort, so meldet die Universitätsbibliotheksleitung auf ihrer Homepage, ist ein Zugang von zu Hause aus nur noch für Professoren und wissenschaftliches Personal möglich.
Mehr als ärgerlich, war doch Juris, für den, der denn davon wusste, an Nutzen kaum zu überschätzen. Jedes irgendwo zitierte Urteil per Mausklick sofort erreichbar, wer nicht ausschließlich im Seminar oder in einem Institut mit umfangreicher Rechtsprechungssammlung lernte, wusste das zu schätzen.
Also eine weitere Ungeheuerlichkeit unserer Bildungspolitik? Wieder mal am falschen Ende gespart, trotz Studiengebühren? Nicht ganz. Laut Dekanat sind die Zugänge derartig teuer geworden, dass es sich schlicht nicht mehr gerechnet hätte. Grund: Die findigen Studenten, die nach der Uni den Juris-Zugang für lau in der eigenen Kanzlei genutzt haben. Juris hätte daraufhin die Preise so erhöht, dass ein Zugang für jeden Studenten für Hochschulen zu teuer ist.
Schade. Sehr schade.
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Januar 14, 2007 von alleswasrechtist
Oder doch § 145d StGB? Oder einfach nur zwei schlechte Schauspieler?
Klick
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Januar 14, 2007 von alleswasrechtist
Juris ist nicht nur eine fantastische Datenbank, die die Suche von Entscheidungen sehr wesentlich erleichtert, sie führt, investiert man mal ein halbes Stündchen in die Recherche, auch zu ganz anderen weltbewegenden Erkenntnissen:
Vor zwanzig Jahren vediente ein durchschnittlicher Bundesligafußballer etwa 65000 Mark Brutto, Auflauf- und Torprämien nicht mit eingerechnet. Ein Nachrichtensprecher kam auf gut 200000 Mark.
Heutzutage kann man dagegen bei den Fußballern getrost eine Null dranhängen, während die Nachrichtensprecher stagnieren.
Na, wer hätte das gedacht.
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Januar 13, 2007 von alleswasrechtist
Zwar wohl schon etwas älter, aber man kann es nicht oft genug empfehlen: Das Gegenskript gegen nervige Telemarketing-Anrufe.
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Januar 13, 2007 von alleswasrechtist
Die KVB-Prüferinnen im Bus 143 sind also im Recht – und das führen sie öffentlich vor. Sie stellen einen 40-Euro-Zahlschein aus. Immer wieder wird die Frau, offenbar eine Chinesin, nach ihrem Ausweis gefragt. Sie hat keinen. Stattdessen ruft sie mit ihrem Handy jemanden an, der Deutsch spricht. Sie reicht das Telefon weiter an die Kontrolleurin. „Dann müssen sie ihrer Frau eben eine Wochenkarte kaufen, wenn die kein Wort Deutsch spricht“, ruft sie. Die Asiatin fingert ein Papier hervor, anscheinend eine Aufenthaltsgenehmigung. „Gemeinschaftsunterkunft“, sagt die Frau von der KVB laut. Es steht keine Adresse auf dem Papier.
…
Die Chinesin telefoniert wieder, will das Handy erneut weiterreichen. „Nein, jetzt habe ich keine Lust mehr. Wir fahren zur Polizei“, sagt die Kontrolleurin. Der Bus ist längst an der Haltestelle vorbei, an der die junge Frau aussteigen wollte. Aber sie muss durch die halbe Stadt. Hörbar für alle Umsitzenden verkündet eine Kontrolleurin, dass das Dokument der Frau ohne Ticket aus dem Saarland stammt. Darf sie sich überhaupt in Köln aufhalten? „Na bitte. Gleich festsetzen, so eine“, sagt eine andere Kontrolleurin triumphierend. Der halbe Bus hört den Satz, der die Kompetenz einer Fahrscheinprüferin bei weitem überschreitet. Aber die Betroffene hat es ja nicht verstanden.
So soll sich laut Stadtanzeiger vergangene Woche eine Fahrscheinkontrolle in einem Bus der Kölner Verkehrsbetriebe abgespielt haben, bei der eine des deutschen nicht mächtige Chinesin ohne Fahrschein von Kontrolleurinnen drangsaliert wurde.
Was ist hier eigentlich schlimmer? Die unterschwellige Fremdenfeindlichkeit der Kontrolleurinnen oder die Tatsache, dass die KVB es nicht schafft, ihre Angestellten vernünftig auszuwählen oder zumindest zu domestizieren? Unterstellt natürlich, die Geschehnisse sind korrekt dargestellt.
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Januar 12, 2007 von alleswasrechtist
Wieder mal ein grundsympathischer Auftritt des kölner Rektors bei der Lokalzeit des WDR gestern Abend. Axel Freimuth erzählte gutgelaunt, dass mit Gabeln bewaffnete Studenten ihm in der Mensa den Salat weggegessen hätten, mit der Begründung, nach der Einführung der Studiengebühren hätten sie kein Geld mehr, selber etwas zu Essen zu kaufen.
Weniger lustig: Die Strategie, wie die Kapazitätsprobleme der kölner Universität gelöst werden sollten. Unverblümt erzählte Herr Freimuth, dass dies vor allem durch Studiengebühren und Bachelor-Studiengänge gelöst werden sollte. Bravo, Axel:
Ehe zu viele Studenten die Hörsäle sprengen, verlangt man einfach mal Studiengebühren, die einen guten Teil schon mal abschrecken. Der Rest wird dann durch Bachelor-Studiengänge in zwei, drei Jahren durchgepeitscht und schon haben wir das Problem gelöst.
So sieht also die Bildungspolitik der Zukunft aus.
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