Jura-Einführungswoche an der Uni Köln

Am Montag beginnt nicht nur die Vorlesungszeit im neuen Semester, sondern auch die sogenannte „Einführungswoche“ der juristischen Fakultät.

Die stellt regelmäßig die erste Berührung mit dem Studium von offizieller Seite her dar (Wenn man die Fachschaft, die meist schon etwas vorher Veranstaltungen anbietet, davon mal ausklammert) und wird vom Dekanat vollmundig als „Vermittlung von Grundlagenkenntnissen und Methoden“ für das Jurastudium angekündigt, zweideutige Formulierungen im kommentierten Vorlesungsverzeichnis erwecken gar den Eindruck, ohne hellwaches mitschreiben wird man direkt wieder rausgeschmissen.

Vorweg: Grundsätzlich ist jeder einzelne Vortrag sinnvoll und interessant, bei der Flut an neuen Informationen schadet es nicht, manches zwei- oder dreimal zu hören. Und letztlich will man ja auch wissen, wer außer einem selbst denn noch alles Jura studiert. Allerdings soll es dem einen oder anderen auch gelungen sein, ohne den Besuch der Einführungswoche ins Studium zu finden. Also, alles halb so wild…

Los geht es mit der Begrüßung durch den Rektor zu nachtschlafener Zeit (9 Uhr), zum einen empfehlenswert um die Aula mal in ihrer ganzen ungeteilten Pracht zu sehen, zum anderen um die Freikarten abzugreifen, die regelmäßig für Haie und FC verteilt werden.
Ab dann folgen die spezifisch rechtswissenschaftlichen Vorträge, die alle mehr oder weniger relevant sind, die allgemeinen Vorträge „Es gibt Juristen und normale Menschen“ und „Was ist Recht“ erscheinen zwar auf den ersten Blick praxisfremd (Sie sind es nicht!), sind aber wohl am interessantesten. Die Hinweise zum Lernen und Arbeiten sind dafür eher praktisch angelegt, aber auch tendenziell trocken, hier ist Prof. Berger wegen seines unterhaltsamen Stils zu empfehlen.
Allgemein gilt übrigens: Taschen mitnehmen! Nicht unbedingt zum Mitführen von Block und Papier, sondern um die riesigen Mengen an Werbegeschenken, mit denen die neue Kundschaft direkt mal an die üblichen Verdächtigen herangeführt werden soll, unterbringen zu können.
Highlight der Woche und absoluter Tipp ist meines Erachtens die Vorstellung des Zivilrechts am Donnerstag, weil dies die wohl einzige Gelegenheit ist, Prof. Katzenmeier, der im WS ein Forschungssemester hat, in diesem Semester „live“ zu erleben. Der Mann ist ein Erlebnis (übrigens nicht nur für Juristen), ein Besuch lohnt sich allemal!
Um die Vorstellungen der Schwerpunktbereiche kümmert sich traditionell kein Anfänger, wenngleich es nicht schaden kann. Und dann gibt es auch schon Kölsch.

Letztlich ist es mit Einführungswoche sicher besser als ohne. So mancher behauptet übrigens, dass einige ehrwürdige Mitglieder des Lehrkörpers selbige gerne nutzen, um den einen oder anderen noch in letzter Minute vom Jurastudium zu vergraulen, nach dem Motto: Wieder ein Korrekturhonorar gespart! Ich sag’s ja nur…

Achja, die allseits beliebte Tradition der Kleiderkette ist bei der kölner Fachschaft leider (warum auch immer) unbekannt. Sorry, Jungs.

Das Programm der Einführungswoche auf der Homepage des Dekanats

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