Das Fürstentum Sealand und der Staatsbegriff

Was man nicht alles lernt beim Völkerrecht: Wer kennt beispielsweise noch das Fürstentum Sealand?

Eine britische künstliche Flak-Insel in der Nordsee aus dem zweiten Weltkrieg, in den sechziger Jahren von einem englischen Betreiber eines Piratensenders besetzt. Dieser rief dort kurzerhand einen eigenen Staat aus. Grund etlicher Prozesse vor englischen Gerichten, mit dem Ergebnis, dass Großbritannien die Insel weiterhin als Eigentum des Verteidigungsministeriums ansieht.

In Deutschland machte die Insel vor dem Verwaltungsgericht Köln von sich reden: Ein deutscher Staatsbürger beantragte die Feststellung, dass er durch die Verleihung der Sealandischen seine deutsche Staatsangehörigkeit verloren habe.

Doch was sagte das kölner VerwG: Nää! Weder Staatsgebiet (Eine Betonsäule im Meeresgrund reicht nicht aus) noch Staatsvolk (Keine Schicksalsgemeinschaft, die dauerhaft auf Sealand lebt, sondern ihren Lebensmittelpunkt woanders hat), damit sei kein Staat zu machen.

Und noch was gelernt: Es gab und gibt noch mehr solcher sogenannten Mikronationen.

Mein Favorit? Ganz klar Flaschenhals.

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  1. #1 von Jerome am Oktober 17, 2006 - 9:54 pm

    Da wäre mein Favorit für die zweite Staatsbürgerschaft aber eindeutig: Kugelmugel, s. http://de.wikipedia.org/wiki/Kugelmugel 😉

  1. USA nun kugelförmig « Alles, was Recht ist…
  2. Fürstentum Sealand plötzlich populär « Alles, was Recht ist…

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