Handyvideos im Stadion illegal

Der Betreiber des Fußballweblogs Fanfaktor hat Stress mit der DFL:

In einem Trailer wurden Bilder verwendet, die, mit dem Handy aufgenommen, Spielszenen der ersten Bundesliga zeigten. Das ist nach Ansicht der DFL kriminell. Soso.

Näheres dazu weiß das Handelsblatt.

Via Fooligan.

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  1. #1 von Bjoern am Oktober 28, 2006 - 1:42 am

    halt. der besagte trailer der beanstandet wurde hat überhaupt keine urheberrechtlich zu beanstandenden inhalte.

    das im nachhinein beanstandete video um das es der DFL anscheinend ging, nachdem man festgestellt hat das der lizenz-spürhund copyrightcontrol über das ziel hinausgeschossen ist zeigt für wenige sekunden jubelnde werder-spieler nach einem treffer gegen hannover und für ein paar sekunden mehr den bremer fanblock. das video ist verwackelt, hat keinen ton und ist eine aufnahme wie sie wohl jeder im urlaub macht.

    spielszenen tauchten dort absolut nicht auf.

  2. #2 von alleswasrechtist am Oktober 28, 2006 - 11:11 am

    Tatsächlich. Habe ich mich wohl vom Handelsblatt-Artikel etwas fehlleiten lassen. Da heißt es zunächst:

    „Nun enthält der Trailer, nein, nicht vieles, sondern fast gar nichts. Vor allem aber keinen Ball, keinen Spieler, kein Stadion.“

    Dann aber:

    „Nach insgesamt drei Telefonaten konnte Bender aufklären. Fanfaktor hat nämlich Videos aus der Fankurve, gedreht mit dem Handy, in Youtube gestellt.

    „Fast kriminell“ nennt Bender das. Rechtlich gesehen hat er Recht: Die Bilder zeigen nicht nur Fans, sondern auch Spielszenen. Auf den Eintrittskarten dürfte im Kleingedruckten (das die meisten nicht lesen wollen, Schwachsichtige nicht lesen können) Bildaufnahmen untersagt sein.“

    Also ist letztlich, so wie ich das verstehe, nicht der Trailer beanstandet worden, sondern andere Videos, die, mit dem Handy aufgenommen, wiederum Spielszenen zeigen.

    Das wäre rechtlich eigentlich richtig, schließlich ist es im Ergebnis ja nichts anderes, als wenn man im Theater oder in der Oper filmt und die Filme dann veröffentlicht. Moralisch und Wirtschaftlich finde ich das Ganze aber mehr als fragwürdig. Schließlich vergrault sich die DFL damit die eigenen Fans. Ich könnte mir das Vorgehen höchstens so erklären, dass man da ein Exempel statuieren will, um Handyvideos aus Stadien gar nicht erst zur Regel werden zu lassen. Für die Betroffenen ist das natürlich blöd und ärgerlich.

  3. #3 von rozzenplozz am November 6, 2006 - 12:54 am

    der vergleich mit theater und oper zeugt von tiefem leistungsschutzrechtlichen verständnis.

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